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Forschungszulage 2026: Welche Entwicklungsprojekte Unternehmen fördern lassen können

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Forschungszulage 2026: Welche Entwicklungsprojekte Unternehmen fördern lassen können

Viele Unternehmen entwickeln neue Software, Produkte, Verfahren oder technische Lösungen, ohne diese Projekte als Forschung und Entwicklung einzuordnen. Dabei können genau solche Vorhaben förderfähig sein. Seit 2026 ist die Forschungszulage noch attraktiver geworden.

Strategie & Transformation

Forschungszulage ist nicht nur klassische Forschung

Für die Forschungszulage ist nicht entscheidend, ob ein Unternehmen eine eigene Forschungsabteilung besitzt. Entscheidend ist das konkrete Entwicklungsprojekt.

Förderfähig können beispielsweise Software-, Automatisierungs-, KI-, Daten-, IoT-, Produkt- oder Prozessentwicklungen sein. Auch die wesentliche Weiterentwicklung bestehender Technologien kommt infrage. Voraussetzung ist, dass dabei echte technische oder wissenschaftliche Herausforderungen gelöst werden. Reine Routineanpassungen, Standardimplementierungen oder die Einführung bereits etablierter Lösungen reichen dagegen nicht aus.

Woran sich förderfähige Projekte erkennen lassen

Die Bescheinigungsstelle Forschungszulage betrachtet insbesondere drei Kriterien: Ein Vorhaben muss neuartig sein, technische oder wissenschaftliche Unsicherheiten enthalten und planmäßig durchgeführt werden. Entscheidend ist also nicht allein, dass eine Lösung für das eigene Unternehmen neu ist. Es muss nachvollziehbar sein, warum das Ergebnis oder der Lösungsweg zu Beginn des Projekts noch nicht feststand.

Wie hoch ist die Forschungszulage 2026

Seit 2026 beträgt die maximale förderfähige Bemessungsgrundlage 12 Mio. Euro pro Jahr. Der reguläre Fördersatz liegt bei 25 Prozent. Qualifizierende kleine und mittlere Unternehmen können einen erhöhten Fördersatz von 35 Prozent beantragen. Damit sind jährlich bis zu 3 Mio. Euro Forschungszulage möglich, für qualifizierende KMU sogar bis zu 4,2 Mio. Euro.

Berücksichtigt werden insbesondere förderfähige Personalkosten. Bei qualifizierender Auftragsforschung können 70 Prozent des gezahlten Entgelts in die Bemessungsgrundlage einfließen. Für neue FuE-Vorhaben werden seit 2026 zusätzlich Gemein- und Betriebskosten pauschal berücksichtigt.

Auch bestehende Projekte können interessant sein

Es lohnt sich deshalb, nicht nur zukünftige Entwicklungsprojekte zu betrachten. Auch laufende oder bereits abgeschlossene Vorhaben können grundsätzlich relevant sein, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen und Fristen eingehalten werden. Gerade in IT, Produktentwicklung, Produktion oder Digitalisierung entstehen häufig Projekte, bei denen technische Unsicherheiten überwunden werden müssen, ohne dass sie intern ausdrücklich als Forschung und Entwicklung bezeichnet werden.

Der erste Schritt besteht daher häufig darin, vorhandene Projekte strukturiert zu prüfen und förderfähige Entwicklung klar von normalen Anpassungen und Routinearbeiten abzugrenzen.

Von der Projektprüfung zur Forschungszulage

Das Verfahren besteht aus zwei Stufen. Zunächst prüft die Bescheinigungsstelle Forschungszulage, ob das Vorhaben die Voraussetzungen für Forschung und Entwicklung erfüllt. Mit einer positiven Bescheinigung kann anschließend die Forschungszulage beim Finanzamt beantragt werden.

Besonders wichtig ist dabei eine nachvollziehbare Beschreibung des Projekts. Technisches Ziel, Neuartigkeit, bestehende Unsicherheiten und der Entwicklungsweg sollten klar erkennbar sein. Je früher ein Unternehmen die Forschungszulage bei seinen Entwicklungsprojekten mitdenkt, desto einfacher lassen sich außerdem Arbeitszeiten, Projektphasen und förderfähige Kosten dokumentieren.

Förderpotenzial systematisch nutzen

Für Unternehmen, die kontinuierlich in Software, Produkte, Technologien oder Prozesse investieren, kann die Forschungszulage zu einem festen Bestandteil der Innovationsfinanzierung werden.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Projekte als Forschung und Entwicklung einzustufen. Entscheidend ist, diejenigen Vorhaben zu identifizieren, bei denen tatsächliche technische Herausforderungen, neue Lösungswege und ein strukturierter Entwicklungsprozess zusammenkommen.

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